Der FSV Mainz 05 geht mit einem nahezu unveränderten Kader in den nächsten Abschnitt der Bundesliga-Saison. Nach einem fünften Platz in der Rückrunde der vergangenen Spielzeit hat der Verein seine wichtigsten Leistungsträger halten können, wie ein umfassender Kader-Check der FAZ Sport zeigt.

Die Nullfünf startet mit einem Punkt aus einem Spiel auf Rang 12 der Tabelle in das Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt am 12. September. Bislang blieb die Mannschaft in der Liga ohne Gegentor, konnte aber auch selbst noch kein Tor erzielen. Die aktuelle Verletztenliste umfasst Dominik Kohr, Eric Martel und Silas, was die Auswahl von Trainer Bo Svensson vor dem Derby einschränkt.

Sportdirektor Christian Heidel und sein Kollege Niko Bungert haben in der Transferphase erfolgreich die Kerngruppe der Mannschaft zusammenhalten können. Der lautstarke Verbleib von Nadiem Amiri sorgte für positive Stimmung. Der Mittelfeldspieler rief den Fans vor der Saison ein entschlossenes "Ich bleibe!" zu, obwohl es zuvor keine konkreten Transferangebote für ihn gegeben hatte.

Auch der japanische Offensivspieler Kaishu Sano bleibt dem Verein erhalten. Crystal Palace hatte zwar ein Angebot in Höhe von 30 Millionen Euro für den Angreifer unterbreitet, doch die Mainzer Bewertung lag deutlich über dieser Summe. Paul Nebel ist ebenfalls weiter Teil des Teams, muss aktuell jedoch eine Adduktorenverletzung aus dem Trainingslager auskurieren.

Mainz hat gezielt in die Defensive investiert. Für vier Millionen Euro wurde Stefan Posch von Como 1907 fest verpflichtet. Der Österreicher soll in der Innenverteidigung eine wichtige Rolle übernehmen. Aus Köln kam der defensive Mittelfeldspieler Eric Martel, der allerdings verletzungsbedingt noch nicht zur Verfügung steht. Für den Angriff verpflichtete der Club Ransford Königsdörffer, der zuvor vier Jahre beim HSV unter Vertrag stand.

Auf der Abgabeseite wurde der Vertrag mit Marco Richter im gegenseitigen Einvernehmen aufgelöst. Der Spieler darf zwar weiterhin mit den Profis trainieren, kann sich aber als vereinsloser Spieler einem neuen Klub anschließen. Andreas Hanche-Olsen wechselte fest zu Chicago, während William Bøving an den 1. FC Nürnberg ausgeliehen wurde. Ein besonderer Fall ist Hyun-seok Hong, dessen Ausleihe zu FC Midtjylland noch nach dem deutschen Transferfenster möglich war, weil in Dänemark eine längere Frist gilt.

Die Saison begann für Mainz mit einem torlosen Remis beim SC Paderborn im Volksparkstadion. In der Abwehr könnte Kacper Potulski als Linksverteidiger in die Startformation rücken, während Stefan Posch in der Innenverteidigung gesetzt ist. Im Tor hat sich Daniel Batz nach der langfristigen Verletzung von Robin Zentner in der Vorsaison als Nummer Eins etabliert.

Die Mannschaft liegt aktuell fünf Punkte hinter Tabellenführer SC Freiburg. Alle aktuellen Daten zur Ligaplatzierung finden Sie in unseren Standings. Vor dem wichtigen Heimspiel gegen den Lokalrivalen Eintracht Frankfurt, der auf Platz 11 steht, muss Bo Svensson seine Aufstellung sorgfältig planen. Die komplette Übersicht über die verletzten Spieler bietet unsere Injuries-Seite.

Die Entscheidung, die Leistungsträger zu halten, signalisiert Kontinuität und Ambition. Nach der starken Rückrunde setzt der Club auf bewährte Kräfte, ergänzt durch gezielte Verstärkungen in schwächeren Mannschaftsteilen. Die Verletzungssituation stellt jedoch eine erste Bewährungsprobe dar, besonders im defensiven Mittelfeld.

Der Fokus liegt nun voll auf dem Rhein-Main-Derby am Samstag. Ein Sieg gegen Eintracht Frankfurt könnte den Saisonstart deutlich beschleunigen und die positive Grundstimmung aus der Transferphase in Punkte ummünzen. Den genauen Spielplan der kommenden Wochen können Sie in unserer Fixtures-Übersicht einsehen. Das Heimspiel gegen die Eintracht am 12. September 2026 ist die nächste Herausforderung für die Nullfünf.