Mainz 05 trifft in der ersten Runde des DFB-Pokals auf den Club aus der kleinsten Gemeinde im Wettbewerb. Dessen Trainer hatte sich einen Mainzer Nachbarn als Gegner gewünscht. Mainz 05 muss bei seinem Pflichspiel-Start in die Fußball-Saison 2026/27 eine weite Reise auf sich nehmen. Der Fußball-Bundesligist tritt in Brandenburg beim VfB Krieschow an. Der Verein aus der 500-Einwohner-Gemeinde belegte in der abgelaufenen Saison den achten Platz in der Oberliga Nordost-Süd. Im Endspiel des Brandenburg-Pokals setzte sich der Club 2:1 gegen Zweitliga-Aufsteiger Energie Cottbus durch. Partie findet wohl in Cottbus statt. In Cottbus soll auch die Pokal-Partie gegen Mainz starten. Allerdings sind dazu genauere Absprachen nötig, weil Energie in der ersten Runde ebenfalls ein Heimspiel hat. Der Zweitligist trifft auf den FC Augsburg. Gespielt wird vom 21. bis 24. August. 05-Sportdirektor Niko Bungert sagte: „Das Los ist ein Stück weit charakteristisch für das Besondere am DFB-Pokal. Wir treffen auf einen kleinen Verein, für den das Spiel ein absolutes Highlight wird. Solche Duelle machen den Wettbewerb aus. Als Bundesligist geht es darum, unserer Favoritenrolle vor einer sicherlich emotionalen Kulisse gerecht zu werden. Das macht es reizvoll und wir werden auf keinen Fall den Fehler machen, die Aufgabe zu unterschätzen. Für unsere Fans hätten wir uns im ersten Pflichtspiel der neuen Saison natürlich eine weniger abenteuerliche Anreise gewünscht, nehmen das aber genauso an, wie es nun gekommen ist.“ VfB-Trainer Robert Koch hatte sich Frankfurt gewünscht. In Krieschow hatten sich viele Anhänger des Clubs zum gemeinsamen Schauen der Auslosung versammelt. Im Rahmen der „ARD-Sportschau“ zog im Deutschen Fußball-Museum von Dortmund Ex-Schiedsrichter Deniz Aytekin die Lose. Ein Einspieler zeigte, dass die Menschen in Krieschow im ersten Moment eher enttäuscht auf das Los Mainz reagieren. VfB-Trainer Robert Koch, ehemaliger Profi von Dynamo Dresden, hatte sich vor der Auslosung seinen favorisierten Club Eintracht Frankfurt als Gegner gewünscht. Und sagte dann: „Wir sind zufrieden mit dem Los. Durch die Rivalität zwischen der Eintracht und Mainz bin ich dann besonders motiviert.“